Wahlbeeinflussung durch soziale Medien

Kaum ein Mensch der modernen Gesellschaft kommt ohne die regelmäßige Nutzung des Internets aus. Inzwischen ist allein in Deutschland mehr als jeder zweite im Besitz eines Smartphones. Nach allgemeinen Hochrechnungen nutzen weltweit fast die Hälfte der Menschen die sozialen Medien. Bei den Deutschen sind es fast 80 Prozent aller Bürger (2020). Über diese Medien werden Informationen aller Art verbreitet und mittlerweile werden sie auch systematisch für die Verbreitung politischer Meinungen eingesetzt.

Inzwischen sind die sozialen Medien in vielen Ländern der Erde längst auch zu wichtigen Werkzeugen bei der Durchführung der offiziellen politischen Wahlkämpfe geworden. Das Brisante dabei ist, dass im Prinzip jeder Nutzer politische Kampagnen erstellen kann, um andere von seiner Meinung zu überzeugen. Die Massenwirksamkeit und Geschwindigkeit, mit der sich die veröffentlichen Informationen verbreiten, ist viel höher als bei den herkömmlichen traditionellen Methoden.

Zudem findet bekanntlich auf Plattformen innerhalb der Posts keine differenzierte Diskussion statt, wie dies beispielsweise bei öffentlichen politischen Debatten im Fernsehen der Fall wäre. Oft bleiben die Verfechter bestimmter politischer Richtungen größtenteils unter sich und bestätigen sich lediglich gegenseitig in ihrer Meinung. Ein weiteres extremes Phänomen, das man auf vielen der sozialen Plattformen finden kann, sind die sogenannten Trolle. Sie stören sachliche Diskussionen und beeinflussen die fundierte Meinungsbildung.

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